AGB Sattellust

  1. Verkäufer

Beim Sattelkauf schließen Sie einen Vertrag ab mit

– Sattellust –

Hannah Stumpf

Grathemerweg 25

6037 RN Kelpen-Oler

  1. Geltungsbereich

Für alle von uns erbrachten Dienstleitungen wie Sattelkontrolle und -anpassungen, Kaufverträge von Sätteln oder Zubehör, gelten ausschließlich die nachfolgenden allgemeinen Geschäftsbedingungen.

  1. Bestellung/ Lieferung von Sätteln und Zubehör

Bestellungen über Sättel oder andere Reitsportartikel werden zu den Ausführungs-, Liefer- und Zahlungsbedingungen verkauft, wie es mit dem Kunden abgesprochen wurde. Mit der Anzahlung (i.d.R. beträgt diese 50 %) erkennt der Kunde dies an.

Die Lieferbarkeit von Sätteln variiert je nach Marke. Bei der Auslieferung eines bestellten Sattels oder Reitsportartikels (nach Maß oder mit Farbwunsch) ist der Käufer immer zur Abnahme verpflichtet.

  1. Preise

Alle Preise gelten in EURO und enthalten die aktuell geltende gesetzliche Mehrwertsteuer der Niederlande. Es gelten die Preise vom Tag der Beauftragung/Bestellung.

  1. Eigentumsvorbehalt

Wir behalten uns das Eigentum an sämtlichen von uns gelieferten Waren bis zur vollständigen und restlosen Bezahlung vor. Das unter Vorbehalt stehende Eigentum dient uns als Sicherungszweck für unsere Saldoforderung. Es darf nicht verändert oder beschädigt werden. Der Käufer darf unter Eigentumsvorbehalt stehende und von uns gelieferte Ware nicht an Dritte weiterverkaufen, ohne diese von dem Eigentumsvorbehalt zu unterrichten und den durch Verkauf gezogenen Nutzen zur Zahlung der Schuld zu verwenden, gleiches gilt für Verpfändungen gegenüber forderungsberechtigter Dritter.

  1. Zahlungsarten

Der Rechnungsbetrag ist sofort bei Auslieferung fällig (bzw. am Ende des Termins) oder wird in der Rechnung festgehalten. Der Betrag kann per EC-Girocard oder in Bar vor Ort bezahlt werden. Kreditkartenzahlung ist ebenfalls möglich (Gebührenzuschlag 2%).

  1. Terminvereinbarungen

Bei Terminausfall seitens Sattellust (wird telefonisch oder schriftlich kommuniziert) besteht kein Anspruch auf Zahlung von Urlaubs- oder Verdienstausfall oder sonstige Entschädigungen.

Eine Terminstornierung des Kunden kann telefonisch oder schriftlich erfolgen. Bei Terminstornierung des Kunden innerhalb von 48 Stunden vor Terminbeginn entsteht eine Stornierungsgebühr von 60 % des voraussichtlichen Rechnungsbetrages. Bei Terminabsagen innerhalb von 24 Stunden vor Terminbeginn, beträgt die Stornierungsgebühr 80 % des voraussichtlichen Rechnungsbetrags.

  1. Schadenersatz

Schadenersatzansprüche gegen Sattellust wegen Nichterfüllung oder Verzug sind ausgeschlossen, es sei denn Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit liegen vor und sind konkret nachzuweisen.

Kosten für Haltung, Fütterung, Training, Tierarzt o. ä. von Pferden, die ggf. wegen eines nicht nutzbaren oder durch Veränderung von Pferd, Reiter oder Sattellage nicht mehr passenden Sattels beim Käufer entstehen könnten sowie Folgekosten des Reiters (Reitausfall o. ä.) werden nicht erstattet. Aus Kulanzversprechen kann weder ein Rechtsanspruch noch eine nebenvertragliche Verpflichtung abgeleitet werden.

  1. Gewährleistung/Garantie

Alle Sättel durchlaufen eine strenge Qualitätskontrolle. Leder ist dabei ein Naturprodukt und weist daher von Natur aus kleine Fehler und Unebenheiten auf. Wir übernehmen daher keine Gewährleistung für diese Makel. Auch Abnutzungsspuren durch den Gebrauch stellen kein Reklamationsgrund dar. Lederfarben können zudem unterschiedlich ausfallen, da die Rohhäute die Lederfarbe unterschiedlich annehmen. Die Farbe des Leders verändert sich zudem bei Gebrauch, u.a. durch Sonneneinwirkung, Lederbehandlung mit Ölen oder anderen Pflegemitteln und durch die Benutzung selbst. Auch der Schweiß des Reiters kann in der Sitzfläche besonders im Bereich des Kederbandes feine Risse verursachen. Diese Veränderungen am Leder sind ausdrücklich aus der Gewährleistung ausgeschlossen. Es ist daher äußerst wichtig, nach dem Reiten die Sitzfläche vom Schweiß des Reiters mit einem Lappen und etwas Lederseife zu befreien.

Erkennbare optische Mängel am Sattel müssen unverzüglich nach Lieferung, spätestens nach 7 Tagen, verborgene Mängel (z. B. gebrochenes Kopfeisen oder Sattelbaum) unverzüglich nach Erkennbarkeit schriftlich angezeigt werden. Bei berechtigter, fristgerechter Mangelanzeige erhält der Käufer zunächst das Recht auf Nachbesserung, bei erfolgloser Nachbesserung das Recht auf Umtausch oder Warengutschrift. Ein weitergehender Schadenersatz wegen mangelhafter Lieferung ist nur für den Fall der groben Fahrlässigkeit oder Vorsatz möglich. Die Garantiezeit wird durch eine Garantieleistung nicht verlängert, auch nicht für ersetzte und reparierte Teile. Die Herstellergarantie entnehmen Sie dem ausgehändigten Garantieschein bzw. beim jeweiligen Hersteller auf der Homepage.

Die Anpassung des ausgelieferten Sattels erfolgt für das gerittene Pferd mit dem jeweils gewünschten Reiter. Eine erfolgreiche Auslieferung und/oder Anpassung können durch mehrere Faktoren negativ beeinflusst werden, z. B.: Der Reiter hat starke Veränderungen des Körpergewichts oder körperliche Befunde, insbesondere bei Einschränkungen des Bewegungsapparates oder sonstigen andere Erkrankungen. Die Reitkenntnisse entsprechen einem Anfängerniveau. Es wird ein klammes, lahmes oder erkranktes Pferd vorgestellt. Das Pferd wurde vor weniger als 7 Tagen frisch beschlagen oder ausgeschnitten. Die Reitumgebung ist ungenügend für eine Sattelanpassung (ungenügende Beleuchtung, matschig, uneben, gefroren, glatt, starker Witterung zum Anpassungszeitpunkt ausgesetzt).

Durch den neu angepassten Sattel und durch regelmäßiges Trainieren des Pferdes kann sich die Rückenmuskulatur des Pferdes verändern. Dies kann Einfluss auf die Passform haben. Weitere Faktoren, die sich auf die Passform auswirken sind: Das Pferd nimmt zu/verliert Gewicht (saison-, krankheits- oder fütterungsbedingt). Das Pferd hat tagesform-abhängige Leistungsschwankungen. Durch einen frischen Beschlag läuft das Pferd anders. Das Pferd hat Erkrankungen am Bewegungsapparat (lassen sich im Frühstadium schwer oder gar nicht erkennen). Durch Buckeln o.ä. kann sich das Pferd eine Zerrung oder Blockade zugezogen haben. Reiterliche Schwächen können bei sensiblen Pferden negative Muskelveränderungen, Verspannungen oder Blockaden verursachen. Daher kann eine Gewährleistung auf die Passgenauigkeit eines neuen Sattels, sowie die korrekte Sitzposition des Reiters nur auf den Zeitpunkt der  Sattelauslieferung garantiert werden. Eine dauerhafte Gewährleistung auf die Passform ist aus den genannten Gründen ausgeschlossen.

Nachträgliche Reklamationen sind nur statthaft, wenn obige Gründe nicht ausschlaggebend waren.

Eine Reklamation muss eine ausführliche Beschreibung des Mangels und ggf. eine Beschreibung der Veränderung des Pferdes beinhalten. Dem Verkäufer sind Art und Umfang der Nachbesserung nach der Überprüfung und Kontrolle des angezeigten Mangels überlassen.

Auch Veränderungen der Kissenwolle sind nutzungsbedingte, normal mögliche Veränderungen und fallen nicht in die Gewährleistung. Wird Gewährleistung zu Unrecht angezeigt und dem Verkäufer entsteht durch den Versuch der unnötigen Nachbesserung ein Schaden (Fahrtkosten und Verdienstausfall), so muss dieser ersetzt werden. Wenn fremde Dritte an einem Sattel gearbeitet haben, erlischt der Gewährleistungsanspruch. Gewährleitungs- bzw. Instandsetzungskosten über Reparaturarbeiten von fremden Dritten werden nicht übernommen.

  1. Rückgabe/Rückgabefolgen/Wertersatz

Rückgabe oder Umtausch im Rahmen von Garantie oder Kulanz sind mit einem schriftlichen Antrag möglich, ein Rechtsanspruch darauf besteht jedoch nicht. Im Falle einer Rückgabe oder eines Umtausches oder Stornierung, egal aus welchem Grund (auch aus Gewährleistungs- oder Verzugsrecht) sind alle vom Käufer empfangenen Leistungen (auch Zugabeartikel) in vollem Umfang zurück zu gewähren und gezogene Nutzungen herauszugeben bzw. dafür Nutzungsentgeld/Wertersatz zu leisten, auch wenn diese nicht separat berechnet wurden.

Bei allen Rückgaben oder Wandlungen (auch aus Gewährleistungsrecht) muss die Ware frei von Mängeln und Schäden sein. Dies gilt auch für die Rückgabe zur Nutzung (Leih oder Miete) überlassener Sättel und Zubehöre (z. B. während der Dauer der Lieferzeit eines bestellten Sattels) falls der Vertrag nicht zustande kommen und/oder storniert werden sollte. Das Nutzungsentgeld /Wertersatz für die Nutzungen (Leih oder Miete) orientiert sich an der Zeit der Nutzungsdauer.

Die Rückerstattung des Betrages erfolgt innerhalb 30 Tagen nach mängelfreiem Wareneingang. Sind übermäßige Abnutzungserscheinungen, Beschädigungen oder erhebliche Verschlechterungen der Sache eingetreten (bei Sattel- und Reitsportartikeln z. B. mangelnde Pflege, Verkratzungen, Verfärbungen, Abschürfungen, etc.), ist dafür Schadenersatz oder Wertersatz zu leisten.

Die angefallenen Kosten (Beratungs-, Anpassungs-, Anfahrts-, Auslieferungskosten etc. lt. Homepage) sind dann ebenfalls vom Käufer so zu zahlen, als habe er den Kauf getätigt.

Nach Absprache kann eine Rücknahmemöglichkeit zu folgenden Konditionen gewährt werden: 480€ Abschlag vom Kaufpreis (als Aufwandsentschädigung), zuzüglich 2 % Abschlag vom Kaufpreis pro angefangenem Monat nach Auslieferung.

  1. Datenschutz/Verwendung/Auskünfte

Die von Ihnen mitgeteilten Daten dienen nur zur Erfüllung und Abwicklung der Buchung oder Bestellung. Eine Weitergabe der Daten an Dritte oder eine Nutzung zu Werbezwecken Dritter erfolgt nicht. Wir speichern Ihre Adressdaten in unserer Kundendatenbank nur zur eigenen Verwendung.

Sie haben das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten Daten sowie ggf. auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten.

  1. Schlussbestimmungen / Präambel

Sollte ein Begriff, ein Satz, Absatz oder ein § der AGB des Rechts ermangeln oder durch aktuelle Rechtsprechung überholt sein, so sollen alle übrigen Absätze, Erklärungen und § weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Der angefochtene Begriff, Satz, Absatz oder § soll durch solche ersetzt werden, die der wirtschaftlichen Absicht nahekommen.

  1. Gerichtsstand / Erfüllungsort / Nacherfüllungsort

Gerichtsstand ist bei Unternehmern (z. B. Kaufmannn, selbstständigen Reitlehrern, Gestütsbetreibern oder Nutzung der Sache zu Gewerbezwecken bzw. Gebrauch über eine „übliche Nutzung“ hinaus, z. B. im Reit- oder Reitschulbetrieb) der Sitz des Verkäufers, bei Privatkunden der Sitz des Beklagten. Erfüllungsort ist bei einem Mangel an der Sache der Sitz des Verkäufers (BGH-Entscheidung), bei einem Mangel an der Passform auf dem Pferd der Sitz des Käufers, sofern die Sache vom Verkäufer an dem Pferd angepasst wurde und der Mangel direkt entstanden ist. Spätere Passformveränderungen durch Veränderung des Pferdes sind keine Gewährsmängel.